Und wie wird diese Position in der Öffentlichkeit verkauft?
Diese Zuschrift erreichte das Aktionsbündnis Sozialproteste aus der Region Ostwestfalen-Lippe:
Hallo,
Nach einem mehr als frustrierenden Gespräch über die Finanzierung eines selbstorganisierten Mindener Arbeitslosenzentrums ('MALZ') habe ich diesen Artikel aus dem Manager-Magazin bei Yahoo gefunden.
Das klingt wie Hohn, ... unsere Stadt ist pleite, kein Geld zu bekommen, seit Jahren Nothaushalt - weil die Großunternehmen jedes Jahr in Berlin neue Milliardengeschenke gefordert und bekommen haben.
Und nun reden diese von sozialer Verantwortung !
Bitte sehr, meine Herren Lehner, Thielen, Dill, Tacke, Zumwinkel, Kirchhoff, Grewe hier ist unsere Spendenseite ...
www.spenden.malzminden.de
Mal sehen, ob da auch nur ein Cent auf dem Konto landet ...
Mit den Namen oben habe ich sicher viele zig Mrd. Euro aufgezählt und aufgefordert, dieser geäußerten sozialen Verantwortung auch Taten folgen zu lassen.
Bei uns gibt es über 10.000 Menschen ohne Erwerbsarbeit, soviel wie eine Kleinstadt. Wir wollen ihnen wenigstens ein kleines Stück Entlastung von ALG2 / Sozialhilfe schaffen ...
Also Herr Lehner, Thielen, Dill, Tacke, Zumwinkel, Kirchhoff und Grewe, dann tun sie auch, wovon sie reden !
manager-magazin.de
Kapitalismusdebatte: Wie sozial können Unternehmen sein ?
von Arno Balzer, Michael O. R. Kröher, Henrik Müller
Dienstag 27. September 2005, 08:19 Uhr
Die Konzerne stehen am Pranger. Viele reagieren auf den Druck und bekennen sich zur "Corporate Social Responsibility", zur gesellschaftlichen Verantwortung. Nur eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit? Oder breitet sich tatsächlich ein neues Denken in den Chefetagen aus? manager magazin hat mit Topmanagern diskutiert.
mm: Die Marktwirtschaft ist ins Gerede gekommen. Im Wahlkampf standen sogar einzelne Topmanager am Pranger. Immer mehr Unternehmen reagieren und bekennen sich ANZEIGE zur Verantwortung für das Gemeinwesen, zur "Corporate Social Responsibility" (CSR). Steckt dahinter wirklich mehr als ein Mittel zur Beruhigung einer aufgeregten Öffentlichkeit?
Ulrich Lehner: Es mag Sie überraschen, aber ich begrüße die intensive Kapitalismusdebatte. So etwas hat bislang gefehlt ...
mm: ... das überrascht uns tatsächlich.
Lehner: CSR wird aus verschiedenen Motiven betrieben: Zum einen, um in dieser Debatte aus der Defensive herauszukommen und als ernst zu nehmender Partner anerkannt zu werden. Zum Zweiten: Unternehmen müssen versuchen, selbst die Wertedebatte aktiv mitzugestalten und auch selbst im Unternehmen Werte zu erzeugen.
CSR - im Sinne von gutem Benehmen eines Unternehmens - schafft Wettbewerbsvorteile und ist somit Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.
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http://de.biz.yahoo.com/050927/330/4pd8j.html